Daoud Nassar, Bethlehem: „Wir weigern uns, Feinde zu sein!“

Vom gewaltfreien Engagement für Gerechtigkeit und Versöhnung

 

Freitag, 14. Juni 2019 um 19:00 Uhr
Haus des Evangelischen Kirchenkreises, Moltkestraße 10-12, 33330 Gütersloh


Der Palästinenser Daoud Nassar berichtet in deutscher Sprache über sein Friedensprojekt
„Tent of Nations“ („Zelt der Völker“) südlich von Bethlehem.
 
Der Eintritt ist frei. Eine Spende für das Projekt „Tent of Nations“ ist willkommen.

Veranstalter:
Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh
Begegnung. Stiftung Deutsch-Palästinensisches Jugendwerk
AG Israel/Palästina der Anne Frank Gesamtschule Gütersloh

 

 

Daoud Nassar und seine Familie ringen seit über 25 Jahren mit israelischen Behörden, der Justiz und benachbarten Siedlern um den verbrieften Besitz an ihrem Weinberg südlich von Bethlehem. Der Weinberg befindet sich seit Generationen im Familienbesitz und wird weiterhin bewirtschaftet. Seit 1991 versucht der Staat Israel, dieses Land zu enteignen.

 

Anfang 2000 gründete die Familie Nassar auf dem Weinberg das internationale Friedensprojekt „Tent of Nations“, das zu einem Ort des Dialogs und der Begegnung von Menschen aus aller Welt geworden ist. „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ – Das Lebensmotto Daoud Nassars und seiner Familie steht in Stein gemeißelt auf einem Felsbrocken am Eingang zum „Tent of Nations“ in Arabisch, Englisch und Deutsch.

 

Für sein unermüdliches Engagement wurde Daoud Nassar im Dezember 2018 mit dem „Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit“ ausgezeichnet.
 
Zur Preisverleihung heißt es in der Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes:
 
„Der 1970 geborene Aktivist Daoud Nassar setzt sich seit fast 20 Jahren mit seiner Nichtregierungsorganisation „Tent of Nations“ für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. Auf dem Weinberg seiner Familie nahe Bethlehem betreibt er eine Fort- und Weiterbildungsstätte. Dort sensibilisiert er Besucher und Gäste für Fragen der Landenteignung und für die Auswirkungen des israelischen Siedlungsbaus auf Palästinenser, die im sogenannten „C- Gebiet“ des Westjordanlandes leben. Der Dialog mit Israelis und Palästinensern hilft dabei, mehr über die Situation der ‚anderen Seite’ zu erfahren.
Das Leitmotiv seines Projektes mit dem Namen „Wir weigern uns Feinde zu sein“ hat dabei eine wichtige Signalwirkung. Viele israelische und internationale Freiwillige arbeiten in den Erntemonaten auf dem Weinberg seiner Familie. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz lebt Daoud Nassar vor, wie selbst unter widrigen Bedingungen eine Bleibeperspektive in diesen Gebieten erhalten werden kann."
(Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland, Berlin 2018)


Der christliche Palästinenser Daoud Nassar kommt als Hoffnungszeichen zu uns und berichtet über sein außergewöhnliches Projekt: Woher schöpft er seine Kraft angesichts der andauernden Bedrohung? Wie gelingt es ihm, mit versöhntem Herzen zu kämpfen?

 

Kopfbild: Blick auf den Siedlungsring um den Weinberg der Familie Nassar, Foto: V. Schneider

Handzettel und Plakat zur Veranstaltung

Link zur Homepage von "Tent of Nations"

 

www.tentofnations.org