Freiwilligendienst im Sternberg Rehabilitationszentrum bei Ramallah

In den vergangenen Jahren erreichten uns gelegentlich Anfragen ehemaliger Austausch-Teilnehmer nach Förderung sozialer Freiwilligendienste in Palästina.
Wir freuen uns besonders, wenn deutsche Schüler und Jugendliche in durch uns geförderten Austauschprogrammen mit Palästina prägende Erfahrungen machen. Wenn das dazu führt, dass sie sich weiter gehend in und für Palästina engagieren wollen, ist das für uns auch ein Beleg für die Nachhaltigkeit unserer Stiftungsarbeit.
Deshalb entschieden wir uns 2013 erstmalig, auch Freiwilligendienste junger Deutscher in Palästina zu fördern.

 

 

 

Kürzlich erreichte uns folgender Bericht mit Fotos.

Foto: RH

 

„Entsendet durch die Diakonie Württemberg und unterstützt von der Stiftung Begegnung, begann ich 2013 meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Ramallah/Palästina.

Meine Arbeitsstelle ist der Sternberg, ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das Zentrum besteht aus Berufsschule, Schule und Kindergarten. Zusätzlich wird auch soziale Arbeit in den Dörfern im Umkreis von Ramallah geleistet. Ich arbeite vor allem in dem integrativen Kindergarten, der von palästinensischen und Kindern anderer Nationen mit und ohne Behinderung besucht wird.

Foto: RH

Als Musiklehrerin für das Zentrum singe und musiziere ich mit den verschiedenen Gruppen, bin für Fotoarbeiten, die Bibliothek und das Fundraising aus Deutschland zuständig. Dazu gebe ich nun noch einen Deutschkurs für meine Kollegen und Kolleginnen.
Selbst Arabisch zu lernen und zu sprechen ist mir dabei ein großes Vergnügung. Durch die Arbeit mit den Kindern fiel mir der Einstieg leicht. Ich besuche aber auch im Goethezentrum einen Arabischkurs und zusätzlich übe ich mit einem jungen Palästinenser in einem „Deutsch-Arabisch-Tandem“.

Foto: RH
Foto: RH

Neben der Arbeit auf dem Sternberg genieße ich Ramallah und Umgebung mit all seinen kulturellen Angeboten. Langweilig wird es hier auf keinen Fall. Auch Jerusalem ist gut zu erreichen und so verbringe ich das eine oder andere Wochenende gerne auch mal „hinter der Mauer“.

Auf der Schattenseite meines Einsatzes steht allerdings die immer wieder aufflackernde angespannte politische Situation. Im vergangenen Herbst entwickelte sich die Sorge um eine Ausweitung des Krieges in Syrien. Demonstrationen und wiederkehrende Ausschreitungen in nächster Umgebung gehören hier zum Alltag.
Dennoch habe ich mich hier noch zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Ich habe das Gefühl, dass ich hier durch Freunde, Kollegen und Bekannte sehr gut aufgehoben bin und in Ramallah ein zweites Zuhause gefunden habe.
Mai 2014“

Link zum Sternberg Rehabilitationszentrum

http://www.starmountain.org